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Saftkur – Was bei Vorbereitung, Kur und Nachbereitung zu beachten ist (+ Ernährungsplan)

In der letzten Woche habe ich mich mal an einer Saftkur versucht, um meinem Körper eine kleine Auszeit zu gönnen. Die Kur an sich hat drei Tage angedauert, mit jeweils zwei Tagen Vor- und Nachbereitung waren es dann insgesamt sieben Tage. Im Folgenden berichte ich davon, wie ich mich vor- und nachbereitet habe, wie die Kur aussah und was das Ganze bringt.

Es gibt die Möglichkeit, sich entweder fertige Säfte, die speziell für eine solche Saftkur gedacht sind zu kaufen oder aber sich selbst welche zuzubereiten. Für die Eigenherstellung der Säfte wird jedoch eine sehr große Menge an Obst und Gemüse benötigt, da dieses durch die Verarbeitung viel Volumen verliert. Aufgrund dessen habe ich mir die Säfte für drei Tage gekauft. Die klassischen Säfte aus dem Supermarkt eignen sich für eine Saftkur nicht, da diese in den meisten Fällen sehr viel Zucker enthalten. Bei der Kur jedoch sollten möglichst Säfte getrunken werden, die nur aus Obst und Gemüse bestehen und denen ansonsten keine weiteren Zutaten hinzugefügt worden sind. Ich habe mich letztendlich für die Säfte von berioo entschieden (Produkte selbst gekauft, keine Kooperation). Ausschlaggebend waren für mich die Zutaten der Säfte, der Preis und dass die Säfte nicht in Plastikflaschen gefüllt werden, sondern in Glasflaschen. Letzteres ist mit Blick auf Umwelt, Gesundheit und Geschmack die bessere Wahl. Es gibt aber auch noch eine Vielzahl weiterer Unternehmen, die solche Säfte anbieten, hier sollte jeder und jede selbst schauen, was für ihn oder sie am besten passt.

Was bringt eine Saftkur?

Mit einer Saftkur kannst du deinen Körper entlasten oder aber auch eine Ernährungsumstellung einläuten. Oft wird in Zusammenhang mit Saftkuren auch von einer Entgiftung des Körpers gesprochen, dies ist aktuell jedoch nicht belegt. Aber durch den Verzicht auf feste Nahrung und dem Trinken von leicht verdaulichen Säften kannst du deinem Körper eine Auszeit gönnen, in der er dennoch weiterhin wichtige Nährstoffe erhält. Auch kann durch die Kur, in welcher auf Zucker (außer Fruchtzucker), Transfette und andere in größeren Mengen gesundheitsschädliche Nahrungsinhalte verzichtet wird, eine Umstellung zu einer gesünderen Ernährung erleichtert werden, da in dieser Zeit bereits ein Verzicht auf ungesunde Nahrung stattgefunden hat und es für viele Menschen leichter fällt, dies dann im Anschluss weiterzuführen.

Letztendlich kommt es aber immer auf den eigenen Körper an, was eine Saftkur bringt. Höre also immer gut auf deinen Körper. Wenn dir das Fasten gar nicht guttun sollte, dann ist es eventuell sinnvoll, die Kur abzubrechen.

Mir persönlich hat die Saftkur sehr gutgetan. Ich habe in dieser Zeit gemerkt, dass mein Körper gar nicht so viel Nahrung benötigt, wie ich ihm gebe und dass er eben auch mit weniger gut auskommt. Ich hatte während der Kur viel Energie und konnte mich super konzentrieren. Auch konnte ich sehr gut schlafen und hatte gute Laune. Dies war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, dass ich eine Saftkur gemacht habe.

Hinweise zur Durchführung:

  • Alle 7 Tage (während der Vor- und Nachbereitung und auch während der Saftkur):
    • Empfehlung: jeden Morgen ein Glas (lauwarmes) Wasser mit etwas Zitronensaft trinken
    • Täglich 1,5 – 2 Liter Wasser und/oder ungesüßten Tee trinken
    • Stress vermeiden!
    • positive Gedanken
    • ausreichend Schlaf
  • Vorbereitung:
    • in den zwei Tagen auf Lebensmittel, denen viel Zucker zugesetzt ist, auf Fleisch und Milchprodukte, Nicht-Vollkorn-Produkte sowie auf Alkohol und Nikotin verzichten
    • gegessen werden dürfen (und sollten) Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Fisch, Nüsse und Samen, Naturreis und Pseudogetreide wie Quinoa
    • kleinere Portionen essen als gewöhnlich
  • Während der Kur:
    • anstrengenden Sport und andere körperlich anstrengende Aktivitäten vermeiden
    • Yoga, Pilates und spazieren gehen sind aber erlaubt
    • ca. alle 2 Stunden einen der Säfte trinken
    • Entspannungszeiten in den Tag integrieren
  • Nachbereitung:
    • hier gilt das Gleiche wie bei der Vorbereitung
    • versuche weiterhin auf Zucker und Transfette sowie auf Kaffee, Alkohol und Nikotin zu verzichten
    • dein Körper muss sich nun schrittweise wieder an feste Nahrung gewöhnen
    • versuche den ersten Tag nur frisches Obst, Gemüse und Nüsse zu essen

Nach den zwei Nachbereitungstagen kann die Ernährung wieder normalisiert werden. Um die Erfolge der Saftkur zu erhalten, aber auch generell, ist eine gesunde Ernährung sowie weiterhin ein Verzicht auf zu viel zugesetzten Zucker, Transfette, Alkohol und zu viele tierische Produkte sehr empfehlenswert. Auch sollte weiterhin ausreichend getrunken werden.

Ernährungsplan (Vorschlag):

An den Vor- und Nachbereitungstagen können als Snack immer Obst, Gemüse oder Nüsse gegessen werden.

Tag 1 – Vorbereitung

Frühstück: Obst (z.B. Apfel) und Nüsse

Mittag: Quinoa mit Kichererbsen, Mais, Brokkoli, Sesammus und optional frischen Tomaten

Abendessen: rohes Gemüse (z.B. Paprika und Tomaten), Vollkorn-Knäckebrot

Tag 2 – Vorbereitung

Frühstück: Obst (z.B. Kiwi) und Nüsse

Mittag: Ofengemüse (Zucchini, Paprika und Champignons mit Olivenöl und Gewürzen)

Abendessen: Gemüsebrühe

Tag 3-5 – Saftkur

Tag 6 – Nachbereitung

Frühstück: Obstsalat (z.B. Apfel, Banane, Kiwi, Blaubeeren, Orange)

Mittag: Gemüsesalat mit Olivenöl und Kräutern

Abendessen: Rohes Gemüse (z.B. Paprika, Gurke, Tomaten) mit Hummus

Tag 7 – Nachbereitung

Frühstück: Pflanzliche Joghurtalternative mit den Resten vom Obstsalat und optional Nussmus und Haferflocken

Mittag: Ofengemüse (Süßkartoffel, Zucchini, Paprika mit etwas Olivenöl, wenig Salz und Gewürzen)

Abendessen: Linseneintopf

Hast du schonmal eine Saftkur ausprobiert? Wenn ja, wie ging es dir dabei? Oder planst du, in Zukunft eine zu machen?

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